Mein Leben als Schneekönig von Reinhard Lutz

Infos zum Buch:
Titel: Mein Leben als Schneekönig
Untertitel: Knete, Koks und Kanonen
Autor: Reinhard Lutz
Co-Autor / Vorwort: Sascha Michael Campi
Nachwort: Dr. jur. Valentin Landmann
Seitenzahl: 260
Erscheinungsdatum: 15.08.2019
Verlag: Münster Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-907146-49-1
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Auszug aus dem Buch
«Ich war im Zürcher Milieu rege beteiligt» Reinhard Lutz alias der Schneekönig.
Ein halbes Leben im Gefängnis Der auch als «Schneekönig» bekannte Lutz hat den Ruf, einer der grössten Drogendealer der Schweiz zu sein.
Er begann schon als 21-Jähriger, Drogen aus den Niederlanden in die Schweiz zu schmuggeln, wurde erwischt und landete 1977 zum ersten Mal für zweieinhalb Jahre im Gefängnis.
Nach der Verbüssung der Strafe stieg er als Kokaindealer und Beizenbesitzer zu einer festen Grösse im Milieu des Zürcher Kreises 4 auf. Wegen Drogendelikten wurde er 1988 vom Zürcher Obergericht zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt.
Er ist der Mann, der Milieuanwalt Valentin Landmann Anfang der 1990er Jahre in grosse persönliche Bedrängnis brachte: Nach der Entlassung von Lutz aus dem Strafvollzug war Landmann von dessen Resozialisierung überzeugt und zahlte mehrere Millionen Franken, die aus Drogengeschäften stammten, auf ein Zürcher Bankkonto ein.
Landmann wurde deswegen wegen mehrfacher qualifizierter Geldwäscherei zu einem Jahr Gefängnis bedingt, einer Busse von 15 000 Franken und zu einem Berufsverbot von neun Monaten verurteilt.
Nach Lutz wurde über «Aktenzeichen XY ungelöst» gesucht, er floh nach Brasilien und wurde 1991 verhaftet, als er versuchte, über 100 Kilogramm Kokain aus Brasilien in die Schweiz zu schmuggeln. Dafür wurde er 1993 vom Zürich Bezirksgericht zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Es folgten immer wieder kurze Phasen in Freiheit und weitere Verurteilungen, zuletzt im Mai 2011 zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren im Kanton St. Gallen. Dabei ging es um eine Menge von 6 Kilogramm Kokaingemisch.
Am 11. Juli 2016 wurde der heute 62-Jährige bedingt entlassen. Für die restlichen 3 Jahre und 8 Monate erhielt er eine Probezeit. In dieser Probezeit hat er nun erneut delinquiert.